Djoni

 

Der kleine Djoni hat uns verlassen.

Heute genau vor einem Jahr – am 13.05.2015 – sah ich Dich auf der HP vom Noah Tierheim das erstemal.

Ich saß vor dem PC und heulte Rotz und Wasser als ich Deine Geschichte las. Ich wußte sofort daß Du zu mir kommst.

Ja und am 6.6.15 kamst du als ein kleines Häufchen Elend bei mir an. Du hast Dich hier sofort wohl gefühlt und alles in Beschlag genommen.

Deine Streiche – Mülleimer ausleeren, gelbe Säcke zerfleddern, Herdklappe und Spülmaschine aufmachen, reinschaun ob was zum Fressen drin ist, Fraule das Frühstücksbrot aus der Hand reißen und fressen, Küchenregal umschmeißen, Futterdosen öffnen, 3 kg Rinderpansen auf einen Schlag wegputzen – werden wir nie vergessen.

Alle Bekannten meinten, ich würde Dir wohl nicht genügend zu Fressen geben, ….obwohl Du schon kugelrund warst!

Aber die Höhepunkte hier waren wohl die Mädels die zwischendrin bei uns wohnten. Luna, Rica, Luise und Jeany. Hier hattest Du nichts anderes im Sinn als mit ihnen zu flirten und dann aufzusteigen, obwohl Deine Gelenke dies schon nicht mehr zuließen. Du warst zäh und hast es trotzdem probiert.

Auch mit Pascha (auch ein EHFB-Boxer) und all den anderen Hunden die Du kennen gelernt hast, hast Du Dich verstanden.

Doch so langsam wollten Deine Gelenke nicht mehr und zu allem Übel bekamst Du im April 2016 auch noch epileptische Anfälle.

Heute am 13.05.2016 mußte ich Dich gehen lassen. Du bist friedlich in meinen Armen eingeschlafen und ich heule wieder Rotz und Wasser.

Djoni, Du kleiner Kämpfer und Chaot mach`s gut im Regenbogenland. Wir werden Dich nie vergessen.

Traurige Grüße,

Martina mit Max, Anton und Robin

 


 

 

Hallo Ihr Lieben, hier meldet sich der Djoni aus Ungarn und darf Euch freudig verkünden:

Z u h a u s e  g e f u n d e n!!

Das ich so schnell in meinem Alter nochmal ein neues Zuhause finde, hätte ich nicht gedacht.

Mein neues Fraule hat meine sehr traurige Geschichte – Ihr kennt sie ja auch alle – auf der HP des Noahtierheimes gelesen und sofort beschlossen mir zu helfen.

Sie hat gleich eine Mail nach Ungarn und an Elke Mührer geschrieben und gesagt daß ich zu ihr kommen darf.

Ja und seit dem 6.6.2015 lebe ich nun in der Leinburger Männer-WG.

Für alle die das noch nicht wissen hier wohnt der Max (7 J.) aus dem TH Horb am Neckar, der Robin
(7 J.) aus Bufali -Südspanien, der Anton (14 1/4 J) aus dem Nürnberger Land und jetzt auch ich.
Was das Schöne ist, wir bellen alle die gleiche Sprache, obwohl wir aus verschiedenen Ländern
kommen.

Meine Kumpels sind einfach klasse. Die haben mich sofort in ihre WG aufgenommen.

Hier hab ich weiche Bettchen, immer was zu fressen, tolle Kumpels und ein tolles Fraule.

Boxerherz was willst du mehr!

Ich hoffe und wünsche mir sehr, daß auch all die anderen armen Würmchen da draußen schnell
ihre neuen liebevollen Menschen finden.

Liebe Grüße Euer glücklicher Djoni

PS: ich verspreche Euch, daß ich mich immer mal melde und berichte
wie es mir so geht

 


 

06.05.15 Djoni ist gut in Deutschland angekommen

Djoni ist ein alter Boxerrüde mit sehr trauriger Vorgeschichte.

Er wurde in Erdőkertes auf der Strasse eingefangen und war zu dem Zeitpunkt in sehr schlechtem Zustand.
Es stellte sich heraus, dass er der Hund einer sehr unglücklichen Familie war. Die Familie hatte nichts zu essen und fütterte den Hund seit Wochen nur noch mit Eiersuppe und trockenem Brot. Das Haus, der Zaun waren eine einzige Ruine, daher lief der Hund immer auf die Straße. Sie banden ihn an, aber er verlor so viel Gewicht, dass ihm sein Halsband zu weit wurde. Sein Herrchen ist auch noch krebskrank und musste ins Krankenhaus. Er bettelte unter Tränen beim örtlichen Tierheim, dass sie den Hund aufnehman sollten, weil er sonst bei ihm sterben würde. Früher war er ein wirklich gutes Herrchen gewesen,

Djoni hat einen Chip und war auch gegen Tollwut geimpft. Nach Unterzeichnung einer schriftlichen Verzichtserklärung wurde der Hund mitgenommen. Djoni’s traurige Geschichte ist leider auch die Geschichte einer aufgrund einer Krankheit verarmten Familie.
Die Rasserettung der NOAH-Stiftung versucht alles in ihrer Macht stehende, um für Djoni ein liebevolles neues Zuhause zu finden. Er braucht sich jetzt keine Sorgen mehr zu machen. Seine Geschichte hat alle so erschüttert und es sollte auch seiner Familie ein wenig geholfen werden, also schickte die NOAH-Stiftung ihnen ein Paket mit grundsätzlichen Lebensmitteln, welches ihnen hoffentlich dabei hilft, diese schwere Zeit zu überstehen.
Nach seiner Ankunft stellte man fest, dass Djoni Blut im Urin hatte. Man dachte zunächst, dass es Babesiose sei, aber es stellte sich heraus, dass er an einer Prostataentzündung litt. Dank der Antibiotikabehandlung linderte sich die Entzündung, so dass er schon bald kastriert werden konnte. Zum Glück hat Djoni die OP – während der auch gleich ein paar Fettknoten von seinem Hinterteil entfernt wurden – gut überstanden .
Djoni wiegt zur Zeit nur 20 kg.Djoni ist ein 11 Jahre alter, dürrer Opa, der ganz bald Plätzchen auf einer Couch und ein schönes weiches Hundebett erhält.
Wir freuen uns sehr, dass Djoni schon bald in sein neues Zuhause bei Martina umziehen darf.