Rondo ehem. Amber

 

Hallo ihr Lieben,

vor einer Woche hat mich meine neue Familie aus Berlin abgeholt, da sind wir erstmal gaaaaanz lange Auto gefahren. Ich wohne jetzt in einem Dorf bei Osnabrück, da habe ich viele Felder, Wiesen und sogar einen Wald.

Blöd ist nur, dass die anderen Hunde glauben die Felder wären für alle da, dabei mag ich andere Hunde nicht so gerne leiden. Das sage ich denen auch immer direkt ins Gesicht. Das ist das einzige, wo meine Mama mich ganz komisch anguckt, aber sie hat gemeint, dass ich bald in die Schule gehen kann – so wie sie sich gefreut hat wird das bestimmt toll!

Auf alle Fälle habe ich mich hier gut eingelebt, auch wenn mir manche Dinge noch etwas Angst machen. Aber Mama ist sich ganz sicher, dass sich das bald legen wird und ich dann die Ruhe selbst bin.

Liebe Grüße,
euer Rondo

 


 

Hallo, ich bin es noch mal, der Amber.

Mein Pflegefrauchen hat gesagt, ich muss unbedingt eine neue Beschreibung von mir abgeben, da ich nach 4 Wochen ein ganz anderer Boxerjunge geworden bin.

Ich bin in meiner „sicheren“ Pflegestelle ein toller, pflegeleichter Boxer. Ich bin entspannt, immer gut drauf, schlafe nachts ohne Kontrollgänge durch, warte artig bis P-Frauchen sich morgens ausgetrödelt hat und genieße jede Kuschel-einheit auf der Couch. Ich bin stubenrein, kann mich benehmen und habe noch nie irgendwas kaputt gemacht.

Jetzt üben wir seit ein paar Tagen das alleine bleiben. Ich bin nicht begeistert und versuche mich immer mit raus zu mogeln, aber wenn mein Pflegefrauchen es geschafft hat und geht, warte ich ganz artig, bis sie wiederkommt.

Wir haben ganz viel geübt, im Dunkeln die Hunde-Runden zu gehen. Ich bin zwar immer noch aufmerksam aber ich habe keine Angst mehr und gehe auf nichts mehr los. Aber bis ich ganz entspannt, wie ein cooler Hauptstadtboxer durch die Gegend laufe, brauche ich noch ein bisschen Übung.

Bei meiner Verträglichkeit mit meinen Artgenossen sollte ich vielleicht eine Hundeschule besuchen. Es gibt 2 Hundedamen mit denen ich spiele, alle anderen Hunde gehe ich an. Jetzt schaffe ich es manchmal schon ohne knurren und bellen an anderen Vierbeinern vorbei zu gehen – aber eben nur manchmal.

Sollte jemand weiter mit mir üben wollen und mir ein Zuhause geben, bekommt er einen tollen Boxerjungen, den man einfach liebhaben muss.

Viele liebe Grüße, Amber

 

 

 


 

Hallo, ich bin`s Amber,

ich wollte mich mal von meiner Pflegestelle in Berlin melden. Ich war ja schon fast ermittelt, aber mit dem schon dortigen Hund hat es nicht geklappt. Dann bin ich in eine Pflegestelle gekommen, wo es ganz ruhig ist und wo sich alles um mich dreht. Das bekommt mir gut, um ruhiger und sicherer zu werden.

Nachdem ich gemerkt habe, dass ich auch beachtet werde, wenn ich mich nicht wie irre durch die Gegend rase, kann ich auch mal eine ganze Weile ruhig irgendwo liegen. Ich fühle mich jetzt auch sicher und muss nicht mehr wie gestochen aufspringen. Ich kann auch schon nachts durchschlafen, es darf nur nicht dunkel sein.

Heute hat mir Pflegefrauchen die größte Boulette versprochen, da ich heute mit einer ganz netten Hündin gespielt habe. Unterwegs niemanden angepöbelt habe und dass ich entspannt und mit erhobenen Kopf durch den Wald gehoppelt bin….wie ein richtiger Boxerjunge das eben macht.

Aber wenn es dunkel wird, bin ich wieder sehr angespannt und unsicher, sehe überall Gefahren und gehe auf alles los, auch auf mein eigenes Spiegelbild ( wenn es hell ist kann ich auch in einen Spiegel schauen und alles ist OK).

Jetzt muss ich abends 2 mal auf Hunderunde gehen, damit ich mich daran gewöhne und auch da an Sicherheit gewinne.

Also, bis auf meine Unsicherheit und meine Angst bin ich ein toller, verschmuster und lieber Boxerjunge, der schnell lernt und schon ein paar deutsche Kommandos kennt. Die müssen aber leise und sanft kommen, da ich sonst sofort ängstlich in mich zusammenfalle.

Aber die leisen Töne reichen um mich durch die aufregende Welt zu führen.

Ich wünsche mir so sehr ein Zuhause, dass mir Sicherheit gibt und wo ich meine Angst vergessen kann.

Viele liebe Grüße, Amber

 


 

03.12.16 Amber ist gut in Deutschland angekommen

Amber wurde von einem anderen spanischen Tierheim an unsere Kollegen in Sevilla übergeben.

Leider wissen wir nichts von seiner Vorgeschichte. Jedoch steht fest, dass er kein gutes Leben gehabt hat.

Die linke Seite des Brustkorbes war angeschwollen, was zu einem sofortigen Röntgen veranlasste. Man kann es kaum glauben, eine Rippe ist gebrochen. Und als wenn dies nichts genug wäre, er ist voller Schrot! Dies wird der Tierarzt in der kommenden Woche bei der Kastration entfernen! Amber hat außerdem auf der rechten Gesichtshälfte eine große Narbe.

Wir wollen besser gar nicht wissen, was diesem süßen kleinen Mann alles angetan wurde.

Nichtsdestotrotz ist er unheimlich freundlich zu jedermann und sehr verschmust. Er hat keinerlei Probleme mit Artgenossen und ist überaus brav.

In einigen Wochen wird er nach Deutschland reisen, wo seine neue Familie bereits mit offenen Armen auf ihn wartet. Er wird ein sehr liebevolles Zuhause erhalten und wir hoffen, dass er all die schlimmen Dinge aus seinem Leben ganz bald vergessen kann!