Jasha

 

„Jasha“, männlich, Dt. Dogge, geb. 2018, ca. 85 cm

Doggen-Senior sucht liebevollen Altersruhesitz

„Wir können uns sein Futter nicht mehr leisten“ – Diesen Satz nannten uns Jashas Vorbesitzer als Grund für seine Abgabe. Tatsächlich ist der Futterverbrauch bei einem Hund dieser Größe enorm. Doch das ist nicht der einzige Kostenfaktor: Steuer und Versicherung, aber vor allem auch die extrem gestiegenen Tierarztpreise können den Geldbeutel stark belasten. Daher appellieren wir an alle Tierbesitzer in spe, sich die Anschaffung eines felligen Lieblings sehr gründlich zu überlegen. Gerade in letzter Zeit werden immer wieder Tiere aus finanziellen Gründen abgegeben – eine emotionale Katastrophe für Mensch und Tier! Liebe und Zeit allein reichen eben nicht aus, ein gewisses finanzielles Pölsterchen muss genauso zwingend vorhanden sein! Und bei einem so großen Hund potenzieren sich Kosten für Futter und Medikamente natürlich noch.

Tatsächlich war Jasha auch sehr dünn, als er bei uns ankam. Er hatte immer Hunger und fraß wie ein Scheunentor, aber trotz der Riesen-Mengen, die er verdrückte, nahm er nicht zu. Auch sein Fell glänzte nicht wie es sein sollte und er hatte oft Durchfall. Schließlich ließen wir einen Bluttest machen, bei dem sich herausstellte, dass Jasha an einer chronischen Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse leidet.

Was sich erst einmal schlimm anhört, ist aber Gott sei Dank gut in den Griff zu bekommen. Jasha muss nun lebenslang ein Pulver namens Almazyme ins Futter gemischt bekommen, kann dann aber sein ganz normales Futter weiter fressen, hat keine Symptome mehr und dieselbe Lebenserwartung wie ein gesunder Hund.

Tatsächlich muss man sich aber darüber im Klaren sein, dass Jasha schon im Seniorenalter ist, auch wenn 6 Jahre für andere Hunde noch nicht wirklich alt ist. Leider werden Doggen jedoch nur selten älter als 8-10 Jahre und man sieht Jasha den Hundeopi auch schon deutlich an. Wir finden seine grauen Haare im Gesicht jedoch sehr liebenswert.

Charakterlich ist Jasha ein Traum, denn er ist freundlich und aufgeschlossen zu jedermann. Jasha liebt alle Menschen, ist überhaupt nicht ängstlich, sondern geht offenherzig selbst auf fremde Besucher zu. Er ist gutmütig, lässt alles mit sich machen (auch beim Tierarzt) und ist eine richtig gute Seele. Vermutlich hat er auch mit Kindern keine Probleme, jedoch sollten die Kids schon größer und standfest sein.

Trotz seines bereits fortgeschrittenen Alters ist Jasha „gut drauf“, temperamentvoll und agil. Er geht gerne spazieren und springt dabei fröhlich durch die Gegend. In unserem eingezäunten Hundeauslauf kaspert er gerne herum und macht dabei Bocksprünge wie ein Pony. Leider hat er aber auch die Unart, seine Menschen vor lauter Liebe anzuspringen, was bei so einem „Riesenbaby“ aber natürlich ein absolutes No-Go ist. Hier müsste noch etwas Erziehungsarbeit nachgeholt werden. Beim Spazierengehen läuft Jasha in der Regel brav und ruhig, er kann aber durchaus auch mal anziehen, wenn er irgendwo unbedingt hin will. Bei so einem großen Hund müssen die Besitzer daher auch körperlich in der Lage sein, ihn halten zu können.

Jasha verträgt sich mit Hündinnen und Katzen, mit Rüden möchte er sein eigenes Revier nicht unbedingt teilen.

Selbstverständlich ist Jasha stubenrein und kann auch einmal allein zuhause bleiben. Autofahren verträgt er gut, steigt aber nicht so gerne ein, vor allem, wenn es sich um ein kleines Auto handelt.

Aufgrund seiner Größe braucht Jasha auf jeden Fall ein Haus mit eingezäuntem Garten. In einer Etagenwohnung in der Stadt ist so ein Hund nicht gut aufgehoben. Da sich große Hunde ohnehin beim Treppensteigen schwer tun, sollte er auch nicht allzu viele Stufen täglich bewältigen müssen.

Zu erwähnen wäre auch noch die doggentypische „Sabberei“, die gerade bei Jasha besonders stark ausgeprägt und nicht jedermanns Geschmack ist. Seine Sabberfäden verteilt er nur zu gern an Wänden oder der Kleidung seiner Menschen und so empfiehlt es sich, immer mehrere Taschentücher einstecken zu haben…

Jasha ist ein richtig guter Kerl, verschmust, anhänglich und menschenbezogen. Er sehnt sich nach Geborgenheit, einem kuscheligen Bettchen, nach Menschen, die ihn lieben, für ihn da sind und auch gern mal etwas verwöhnen – gerade für einen Hundeopi ist das besonders wichtig. Aber auch die finanzielle Seite muss eben stimmen… Ideal wären natürlich echte Doggenfans, die unserem Doggen-Opi ein liebevolles Zuhause schenken möchten.

Kontakt:Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
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