Ros

Hallo Freunde,

nun habe auch ich meine Neue Familie gefunden. Es war nicht alles ganz einfach zu Anfang, jeder musste sich auf einander einstellen, aber nun denke ich wird es laufen.

Ich werde mich schön an die Regeln halten, versprochen!

Liebe Dank an die tolle Betreuung, meiner Pflegefamilie in Münster, auf das sie vielen Hunden noch einen Start in ein neues Leben ermöglichen.

Bilder kommen bald, versprochen!

Euer Ros

 


 

11.06.14 Neues und neue Bilder von Ros

Hallo Leute,
ihr fragt euch, wer ist dieser gut aussehende, Lebens bejahender Boxer, na ich, Ros der große. Mein schüchternes Dasein habe ich über Bord geworfen und entdecke jetzt jeden Tag etwas neues.

Ich bin umgezogen und lebe nun in Münster, richtig familiär und eine neue Freundin habe ich auch, sie ist 6 Monate alt und strotzt voller Power und Energie. Wir flitzen durch den Garten und drehen den Rasen auf Links, dabei kommen wir an zweibeinigen, gefederten Wesen vorbei, ich sag euch lecker sehen Sie ja schon aus, aber Herrchen sagt immer:“Nur gucken, nicht anfassen“und sein Wort ist tatsächlich Gesetz. Ich lass mich gerne leiten und von besseren Dingen überzeugen.

Oh und dann wurden mir Manieren beigebracht, das heißt mir wurde gezeigt wo ich das Klo finde, ganz einfach, immer da wo mir der Wind um die Nase flattert und mir das Gras meine Pfoten kitzelt, dort ist es recht.

Klar muss ich das ein oder andere noch lernen, aber wer kann denn schon alles auf einmal. Du?

Ich würde sagen du schwingst Dich in dein Auto und dann drehen wir mal eine Runde und wenn dann die Chemie stimmt, nimmst du mich mit zu Dir und wir werden eine absolut tolle Zeit zusammen haben.

Ich freue mich auf Dich, euer Ros

 


 

 

Moin, das sagt man hier so an der Küste im Norden.

Dann werde ich mich mal von meiner goldigsten Seite präsentieren. Ich bin ja hier mit meinem Vater in Deutschland angekommen, wie Ihr ja schon wisst.

Also nun zu mir, ich bin ein recht großer (63 cm),schlanker Boxer, mit einer kleinen schüchternen Seele.

Ich kann es nicht leiden, wenn man herum schreit, da ziehe ich mich ganz klein in meine Box zurück.

Ich brauche die Sicherheit vom Menschen, dann blühe ich auf wie eine Primel, so kann ich dann auch mal Quatsch machen und wie ein Rehlein herum springen.

Bitte seid nicht abgeschreckt, wenn ich Euch nicht gleich zur Brgrüßung um den Hals falle, ich brauche so meine zwei Minuten.

Kinder sind okay, aber es könnte sein, dass ich ihnen das ein oder andere mal über das Gesicht schlecken möchte, wenn sie auf meiner Höhe sind. 

Zu anderen Hunden wäre es auch nicht so verkehrt, dann könnte man vielleicht gemeinsam kleine Streiche durchführen. 

Ich benötige noch etwas Erziehung, aber das ist doch ein Klacks für Dich, oder?

Also, wenn Du gemeinsam mit mir durch dick und dünn gehen möchtest und mich niemals wieder weg gibst, dann melde dich ganz schnell.

Ich bin ein Schätzchen, das sag ich Euch!

Bis dahin, Euer Ros

 


18.04.2014

Offener Brief der Pflegestelle:

Was hat Xavier Naidoo mit Hunden zu tun?

Naidoo singt ein Lied über die unerwiderte Liebe, mit dem Titel:
„Wie soll ein Mensch das ertragen…“

Nachdem ich Llamp und Ross kennengelernt habe, möchte ich fragen:
„Wie soll ein Hund das ertragen…. ?“

Aus geliebten Hunden, die umsorgt und gepflegt wurden, die als Familienmitglieder anerkannt waren, aber auch als Hunde leben sollten, indem man ihnen ein großes Territorium gab, wurden Schwerverbrecher, die in Isolationshaft gehalten wurden.

Wie kann aus einem Hund ein Schwerverbrecher werden?

Ist nicht schwer: Bewache einfach dein Territorium, tu deine Pflicht wenn ein
fremder Mensch einfach reinkommt, …. der Rest geht dann wie von selbst.

Llamp und Ross (Vater und Sohn) die seit langem zusammen leben, haben genau das gemacht, indem sie dem Eindringling, der einfach auf ihr Grundstück kam, stellten. Und als dieser sich, typisch menschlich verkehrt mit Schreien und Arme fuchteln, dargestellt hatte, wurde er als Feind betrachtet, und es kam zu einem Beissvorfall.

Großes Getöse danach, Anzeigenerstattung durch den Eindringling, und Polizei, die die „gefährlichen“ Hunde, nicht zimperlich vermutlich, vom eigenen Gelände holte.

Seine Pflicht zu tun wird mit der Todesstrafe geahndet….

Beide Hunde kamen in Isolationshaft in die Perrera, aus geliebten Hunden wurde ungeliebte, und die, die sie lieben, durften sie nicht mehr sehen.

Liebe auf Entfernung sozusagen…

Beschlagnahmt!     ….. fieses Wort ……

Der Hintergrund hinter  – Beschlagnahmt – heisst:
Sitzen in engen dunklen Boxen, Futter – ja, ab und zu saubermachen – ja, Zuwendung – nein, über Liebe brauchen wir hier nicht mehr zu reden, Auslauf – vermutlich nicht,
Wochen-, u.U. Monatelang,
Zukunftsperspektive:  …… TOD…..
Es gibt sie also doch auch in Europa – die Todesstrafe.

Liebe hat diesen Hunden das Leben gerettet…
Die Liebe ihrer Halter, mit dem Verzicht, der Entsagung…
Ja…, – manchmal ist Verzicht die größere Tierliebe.
Einzige Überlebenschance:
Die Ausreise in ein anderes Land….

Tierhalter, die ihre Hunde nur ein einziges Mal noch sehen durften.
Narkotisiert – sie sind doch so gefährlich…
und dann „durften“ sie sie selbst nach Deutschland fliegen. In eine unbestimmte Zukunft, im guten Vertrauen in die Arbeit der Tierschützer, daß diese wenigstens die Interessen der Tiere vertreten, und ihnen eine gute Zukunft sichern.

Und da kommt wieder Xavier ins Bild:
„Wie soll ein Mensch das ertragen….?“

Llamp und Ross sind nun bei uns. Wir sollen sie kennenlernen, und einschätzen wie sie am Besten vermittelt werden können.
Beziehungsarbeit ist angesagt…….

Wenn ich ihnen in die Augen sehe, kommen mir selbst die Tränen.
Ich habe 2 Hunde vor mir, deren gesamte Welt Kopf steht. Die nichts mehr verstehen, und in deren Leben nichts mehr so ist, wie es einmal war…
Sie haben ihr Urvertrauen verloren….

Sie merken schon, an diesem neuen Platz ist es irgendwie anders.
Sie können kein Vertrauen mehr einbringen.
Ross schleckte mir am 1. Abend in einem Kennenlernmoment ein wenig über die Nase. Danach war er so über sich selbst erschrocken, dass er mich sicherheitshalber den Rest des Abends angebellt hat.
Llamp wirkte ganz verschlossen. Übervorsichtig…., mißtrauisch.

In jeder fremden Situation fangen beide Hunde an wie Espenlaub zu zittern.
Was für ein erbärmliches Bild:
2 große stattliche Rüden, die am ganzen Körper zittern…
Laute Stimme, plötzliche Berührung – sie fallen in sich zusammen, oder erschrecken ganz fürchterlich.

Am nächsten Tag, der erste Ausgang in den Auslauf:
Llamp ging vorsichtig, aber intensiv schnuppernd los, hob das Bein, pinkelte, – kam aber sicherheitshalber wann immer er meine Stimme hörte sofort zu mir.
Mit jeder Runde die wir gingen, fiel auffallend eine „Kruste“ von ihm ab, mit jeder Bewegung wurde er freier. Genoß nach langer Zeit wieder die Luft, und den Himmel, und das Gras unter sich….
Ross ist so zutiefst verunsichert, dass er erst am darauf folgenden Tag anfing, sich alleine schnuppernd durch den Auslauf zu bewegen. Draussen zu pinkeln, sich quasi zu lösen, schafft er noch nicht. Er klebt immerzu an mir, will in den Arm genommen, und ganz fest gehalten werden, – und dann dringend wieder rein in seine Box.

„Wie sieht der Himmel aus, der jetzt über dir steht?
Wo fängt dein Himmel an, und wo hört er auf?“
so heisst es in einem anderen Song mit Xavier Naidoo.

Ross und Llamp können jetzt den Himmel wieder sehen.
Sie haben jetzt eine Perspektive, und die heisst LEBEN….
Sie wissen es nicht….
Wie sollen sie es verstehen?
Wie sollen sie uns Menschen verstehen?

Unsere Aufgabe heisst nun:
Beziehungsarbeit, und immer wieder Beziehungsarbeit…..
Wir müssen ihnen das Vertrauen in die Menschen erneut schenken.
Schon heute hat sich gezeigt:
Sie nehmen das Geschenk an…
Sie schaffen es Schritt für Schritt, sich zu öffnen, Llamp konnte sogar schon ein kleines bischen frech sein. Sie orientieren sich im Moment sehr stark an mir, suchen ihre Sicherheit. Ich möchte ihnen gerne ihre Sicherheit zurück geben.
Das geht nur über Beziehung und Vertrauen….

Und dann brauchen sie Menschen, die ihnen den Himmel auf Erden wiedergeben.
Wir lassen unsere Beziehung dann gerne los, und übergeben sie in liebevolle Hände, ……. damit sie uns Menschen wieder ertragen.

 


 

05.04.14 Llamp und Ros sind gut in Deutschland angekommen!

Beide Vater Llamp sucht mit seinem Sohn Ros eine neue Bleibe.

Sie wurden in Spanien von der Polizei beschlagnahmt, weil sie einen Eindringling gestellt haben. Eigentlich haben die beiden nichts anderes gemacht, als ihr Familie zu schützen.

Sie verstehen die Welt gerade nicht mehr, genau wie ihre Menschen, die sehr traurig sind.

Der Wesenstest liegt uns vor. Er war in Ordnung und es gab keine Beanstandungen. Nichtsdestotrotz dürfen sie nicht mehr zu ihren Menschen zurück, so der Beschluß des Polizeiinspektors.

Beide sind artgenossenverträglich, kinderlieb, sehr gut erzogen und sehr gepflegt.

Natürlich müssen die beiden nicht zusammen vermittelt werden.

Wir würden uns freuen, wenn wie boxererfahrene Menschen für diese tollen Jungs finden könnten.

Mit einem dieser Hunde, haben sie einen Freund für´s Leben!