Fanja

 

Fanja ist etwa acht Jahre alt und eine echte Kämpferin. Sie hat in ihrem Leben viele gesundheitliche Hürden überwunden und dabei eine beeindruckende Stärke gezeigt.

Als Fanja gefunden wurde, hatte sie einen großen Tumor, der erfolgreich entfernt werden konnte. Danach lebte sie in einer privaten Pflegestelle auf einem Bauernhof, der Hunde für unsere Organisation aufgenommen hat. Während dieser Zeit kam es zu einer schweren Komplikation, bei der sie sehr viel Blut verlor. Durch eine lebensrettende Bluttransfusion überlebte sie und erholte sich.

Anschließend zog Fanja zu uns nach Zamira in die privaten Kennels, wo sie seitdem alleine lebt. Mit anderen Hunden ist sie nicht besonders kompatibel, weshalb ein Leben als Einzelhund für sie am besten geeignet ist.

Fanja läuft sehr gut an der Leine und hört gut. Menschen gegenüber ist sie sehr anhänglich, verspielt und liebt Aufmerksamkeit. Besonders genießt sie Massagen und körperliche Nähe. Wenn sie sich sicher fühlt, zeigt sie ihre fröhliche, verspielte Seite.

Ein wichtiger Punkt bei Fanja ist, dass sie es nicht mag, in engen Räumen eingeschränkt oder daran gehindert zu werden, diese zu verlassen. In ihrer Anfangszeit im Shelter gab es einige Situationen, in denen sie ihren Kennel verlassen wollte und daran gehindert wurde. In diesen Momenten zeigte sie deutliche Stresssignale, indem sie die Zähne zeigte und nach einigen Volunteers schnappte. Diese Situationen waren nicht ernst, aber klare Zeichen dafür, dass sie sich eingeengt fühlte.

Nachdem wir unsere Abläufe angepasst haben – wir betreten ihren Kennel nur noch, wenn sie auch in den Auslauf darf – trat dieses Verhalten nicht mehr auf.

Ein weiteres Mal zeigte sich dieses Verhalten bei einem Tierarztbesuch, als sie für den Transport in eine Box gehoben werden musste. Auf dem Rückweg, als sie merkte, dass sie wieder in einen engen Raum sollte, knurrte sie und zeigte die Zähne. Die Situation ließ sich ruhig und ohne Eskalation lösen.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich, als ein Volunteer Heu in ihre Hundehütte legen wollte, während Fanja noch darin lag. Sie fühlte sich eingeengt und bedrängt und zeigte auch hier deutlich, dass sie sich unwohl fühlte, indem sie knurrte und die Zähne zeigte.

Zusätzlich zeigt Fanja destruktive Tendenzen, wenn sie frustriert oder unterfordert ist. In solchen Phasen hat sie bereits ihre Holz-Hundehütte angekaut. Dies zeigt, wie wichtig für sie ausreichend Beschäftigung, Bewegung und mentale Auslastung sind.

Fanja kommuniziert sehr klar, wenn sie sich unwohl oder eingeschränkt fühlt. Mit respektvollem Umgang, klaren Strukturen, sinnvoller Auslastung und ausreichend Raum ist sie eine stabile, liebevolle und sehr angenehme Begleiterin.

Fanja sucht ein ruhiges, erfahrenes Zuhause als Einzelhund, in dem ihre Grenzen respektiert werden, sie nicht in enge Räume gezwungen wird und in dem man ihr genug Aufmerksamkeit und Beschäftigung bietet. In der richtigen Umgebung ist sie eine wunderbare, verspielte und menschenbezogene Hündin.

Kontakt: info@einherzfuerboxer.dewww.einherzfuerboxer.de/vermittlungs-pflegestellenantrag/