Lànya ehem. Lady (Gaga)

 

Ich, das “Mausezähnchen Lady (Gaga)“ bin umgezogen!

Na, das ging vielleicht schnell. Sonntags abends kam ein Paar aus Bonn, um mich kennenzulernen.

Anfangs war ich nicht begeistert von den beiden, aber je länger sie blieben, umso mehr merkte ich, dass sie eigentlich sehr nett waren.

Letzen Endes habe ich dann auch keinen Zirkus gemacht und bin mit zu ihnen nach Hause gefahren. Zurück konnte ich ja immer noch, wenn es mir gar nicht gefallen hätte.

Aber inzwischen bin ich gerne hier, sie verwöhnen mich und ich darf überall mit hin.

Die Straßen der Bonner Altstadt machen mich noch etwas nervös, aber ich versuche, mich daran zu gewöhnen.

Dafür freue ich mich immer ganz besonders, wenn ich morgens zum Joggen an den Rhein mitgenommen werde (müsste nur nicht ganz so früh sein, finde ich J ).

Inzwischen heiße ich auch nicht mehr ‚Lady‘, sondern ‚Lánya‘.

Das ist ungarisch, also meine Heimatsprache, und bedeutet wohl: Mein Mädchen. Das ist doch ein schöner Name, oder?

Es grüßt euch eure Lánya!

 


 

 

Unser Mausezähnchen meldet sich zu Wort:

Jetzt soll ich hier etwas über mich berichten und weiß eigentlich gar nicht , was ich euch bellen soll.

Über meine Vorgeschichte ist leider nicht viel bekannt, bis zu dem Zeitpunkt, als ich von NOAH in Ungarn aufgenommen wurde.
Ein großes Tierheim, wo viele Notfälle sind und die Menschen mit sehr viel Liebe versuchen, uns allen gerecht zu werden. Meine wahnsinnige Angst hat leider niemand gesehen. Alles machte mir Angst …………Vielleicht habt ihr das selbst schon mal erlebt und könnt verstehen, dass ich wohl in meiner Panik dann einfach gebissen habe. Ich wollte mich nicht mehr anfassen lassen und habe auch keine Artgenossen in meine Nähe gelassen.

Man hat sich dann mit den Leuten hier von EHFB in Verbindung gesetzt, da eine Vermittlung in Ungarn für mich ausgeschlossen war. Ich wurde separiert und habe gewartet, bis endlich der Tag kam, an dem ich reisen durfte. Eine Reise wieder in die Ungewissheit. Wieder mit vielen Hunden zusammen. Es war laut und alles versetzte mich in Grauen.

Als Elke mich dann abholte, wurde ich überrumpelt und so schnell von ihr in eine Box im Auto verfrachtet, dass ich gar nicht erst denken konnte. Mit großen Augen schaute ich sie an und dann begann sie ganz leise und liebevoll mit mir zu reden.

Wir hatten eine sehr lange Fahrt vor uns. Bei kleinen Pausen setzte sie sich neben meine Box und schob vorsichtig Leckerlies zu mir. So liebevoll hatte noch nie jemand mit mir geredet . Ich versuchte davon zu naschen und es schmeckte – und ich hatte ja auch so großen Hunger! Die Reise dauerte Stunden und so kamen wir uns ein klein wenig näher.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, alles ist anders als sonst . Eine echte Chance für mich!

Bei ihr Zuhause ist es ebenso ruhig und niemand versucht mich zu drängen. Die Zeichen meiner Angst wurden hier wahr genommen.
Ich bekam immer mehr Vertrauen zu ihr! Soll ich euch sagen, wie schön diese Erfahrung war. Ohne Druck einfach nur ankommen zu können. Ohne Streß neue Gerüche aufzunehmen.

Zu Elke habe ich jetzt nach einigen Tagen eine richtige Bindung, bei anderen Menschen schaue ich erst verunsichert, kann mich aber auf meine Pflegemama verlassen, die mich dabei immer hält und mir Mut zuspricht. Ganz langsam taue ich auf. Auch die Hunde der Rasselbande hier kommen vorsichtig auf mich zu.

Alle lauten Geräusche oder neuen Eindrücke sind absoluter Streß für mich. Ich kann mich auf meine Pflegeeltern dabei verlassen. Sie geben mir Sicherheit und so lasse ich mich leiten.

Was ich suche, sind Menschen die sich ebenso viel Zeit für mich nehmen. Die haben mir hier versprochen, dass sie ganz besonders gut überlegen, welche Leute für mich passend sind.

Am besten wäre ein Umfeld ohne kleine Kinder. Ein Zuhause wo es ruhig zu geht. Ihr dürft zu Anfang keine zu hohen Erwartungen an mich stellen, denn ich möchte sicher sein, dass ihr mir nicht weh tut.

Bitte meldet euch, wenn ihr ein großes Herz habt und viel Geduld mitbringen mögt. Es könnte dann die große Liebe für uns werden!

Euer Mauszähnchen Lady

 


 

 

14.03.15 Lady Gaga ist gut angekommen

Lady Gaga ist eine junge Boxerhündin, sie kam aus dem Tierheim Érd in die Obhut der NOAH Stiftung.

Bevor sie eingefangen wurde, stromerte sie zusammen mit ihrer Gefährtin JLo auf den Strassen von Érd herum. Sie hatten weder einen Chip noch sonstige Erkennungsmerkmale.

Lady Gaga ist eine junge, verspielte, aktive Hündin, die sowohl die Gesellschaft von Menschen, als auch von anderen Hunden beansprucht. Allerdings möchte sie dabei das Sagen haben. Sie ist voller Energie und ist sehr agil.

Lady Gaga muss noch viel lernen, daher wird ihre Ausbildung in einer Hundeschule sehr empfohlen. Sie neigt dazu zu zwicken, um auf sich aufmerksam zu machen.